Mit Worten und Tönen, mit Händen und Füßen…

…so kann man sich eine Orchesterprobe vorstellen. Der/die Dirigent/in gibt verbale Anweisungen, singt Passagen aus der Partitur vor, gestikuliert und bewegt sich an seinem/ihrem Dirigierpult hin und her. Mit all diesen Ressourcen versucht der/die Dirigent/in den OrchestermusikerInnen seine/ihre Vorstellung des zu spielenden Werkes zu vermitteln und mit ihnen gemeinsam an dem Werk zu arbeiten, zu schleifen, auszuprobieren, bis es vor einem Publikum öffentlich aufgeführt wird.

Die Arbeit in der Orchesterprobe zwischen Dirigent/in und MusikerInnen zu beobachten und mitzuerleben ist bereits spannend, diese in einer Dissertation zu analysieren stellt eine noch faszinierendere Herausforderung dar. Vor einem Jahr habe ich beschlossen, meine Dissertation über die Interaktion zwischen Dirigent/in und MusikerInnen in der Orchesterprobe von französischen und italienischen Symphonie-Orchestern zu verfassen, nun möchte ich meine Forschung und den damit verbundenen Prozess auch mit einem Publikum teilen.

Ich habe mich für einen Blog entschieden, da er mir ungezwungen erscheint und ich meine Gedanken, Erkenntnisse, Erfahrungen, Ups und Downs frei und ohne jeglichen wissenschaftlichen Anspruch kundtun kann. Ich werde zwar Wissenschaft in meinen Blog einfließen lassen, jedoch in einer verständlichen und transparenten Art und Weise, auch für diejenigen, die nicht vom Fach sein sollten.

Meine Dissertation ist in den Bereich der Sprachwissenschaft einzuordnen, genauer gesagt in den Bereich der Konversationsanalyse, auch wenn der Titel meiner Dissertation eher musikwissenschaftlich klingt. Mein Ziel ist es, verbale und auch nonverbale Elemente, die für eine gelungene Kommunikation ausschlaggebend sind, aus der Orchesterprobe herauszufiltern und einer Analyse zu unterziehen. Wie in meinen nächsten Blogs zu lesen sein wird, gibt es viele verschiedene interaktionale Charakteristika, die analysebedürftig sind und in genauerer Betrachtung für Außenstehende – aber auch für MusikerInnen – sehr interessant und faszinierend sein können.

Da dies meine erste Erfahrung mit einem Blog ist, freue ich mich über Rückmeldungen, Verbesserungsvorschläge, Wünsche, Ideen, usw. Ich hoffe, dass ich mit meinem Blog ein Publikum gewinnen kann, das meine Beiträge gerne liest und zudem kritisch betrachtet. In dem Sinne viel Spaß und frohes Lesen auf meinem Blog Orchestra Interaction!

mm

 

5 Kommentare zu „Mit Worten und Tönen, mit Händen und Füßen…

  1. Liebe Monika,

    ja, auch mir gefällt die Idee sehr sehr gut. Ich sitze ebenfalls an einer Dissertation, ebenfalls gesprächsanalytisch aber eher fachsprachlich orientiert. Da ich aber schon sehr lange singe und Proben zur Genüge „kenne“ würde mich total interessieren, wie du auf dieses spannende Thema gekommen bist und wie die Analyse der nonverbalen Handlungen aussehen könnte (da auch ich hier gerade einen Weg suche und auf die Videointeraktionsanalyse von Thuma/ Schnettler et al. gekommen bin, interessiert es mich um so mehr). Zurück zur Musik: Meine ehemalige Chorleiterin hat z.B. auch immer in Metaphern gesprochen, damit die Musik in das „Gefühl“ kam und in meinem Fall hat sie alles richtig gemacht.
    Liebe Grüße
    Isabel

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    1. Liebe Isabel,
      vielen Dank für deinen Kommentar zu meinem ersten Blogbeitrag! In dem Beitrag von gestern „Die Muse und das Steckenpferd“ erzähle ich etwas Genaueres, wie ich auf das Thema gekommen bin.

      Hier der Link dazu: https://mmorchestrainteraction.com/2016/08/10/die-muse-und-das-steckenpferd/

      Und zu den nonverbalen Elementen, die in der Orchesterprobe vorkommen, werde ich sicherlich noch einiges zu sagen und zu schreiben haben!

      Liebe Grüße
      Monika

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