Meine Jahresbilanz 2021

In meinem heutigen Blogbeitrag möchte ich Bilanz ziehen über das Jahr 2021. Ein Jahr voller Höhepunkte und Erfolge, Herausforderungen, Neuausrichtungen, Erkenntnisse und Inspirationen. Ich möchte noch einmal Revue passieren lassen, welche Ereignisse und Personen mich im Jahr 2021 geprägt haben, was ich im alten Jahr lassen und was ich vom alten Jahr mit ins neue Jahr nehmen möchte. Vielleicht rege ich den/die eine/n oder andere/n ja an, sich ebenfalls mit den nun folgenden Fragen auseinander zu setzen… 🙂

Was waren meine Herausforderungen in diesem Jahr?
Meine größte Herausforderung dieses Jahr waren sicherlich die Vorbereitung und die Durchführung meiner Dissertationsverteidigung. Ich glaube, ich habe mich noch nie so intensiv auf eine Präsentation vorbereitet und ich habe auch noch nie einen Vortrag so oft überarbeitet und geprobt wie meine Dissertationsverteidigung. Aus den Probevorführungen konnte ich mir allerdings viel Sicherheit für den „großen Tag“ mitnehmen und es hat dann auch alles reibungslos geklappt – also genau so, wie ich es mir vorgestellt habe. Meine Verteidigung fiel fast zeitgleich mit der Bewerbung für die Post-Doc-Stelle in Innsbruck zusammen, d. h. im Anschluss an meinen Doktoratsabschluss ging es schon wieder mit Arbeit weiter und ich war früher als gedacht damit konfrontiert, mir Gedanken über ein eventuelles Habilitationsthema zu machen. Ich hätte mir schon eine kleine Verschnaufpause gewünscht, allerdings finde ich es nun im Nachhinein alles ziemlich rund, denn das Timing war perfekt. 😉

Ich, erleichtert nach meiner gelungenen Dissertationsverteidigung 🙂

Als ich dann (relativ schnell) erfahren habe, dass ich die Stelle an der Uni Innsbruck erhalten werde und ab 1. September antreten kann, war ich mit viel Organisieren beschäftigt. Das heißt, ich musste mich um die Kündigung an der Universität Salzburg kümmern, mich für eine Wohnung in Innsbruck interessieren, den Umzug planen und mich mit meinem Kopf Richtung Innsbruck und weg von Salzburg ausrichten. Ich glaube, dass der letzte Punkt fast die größte Herausforderung für mich darstellte, denn irgendwie war ich zu dem Zeitpunkt noch nicht soweit, Salzburg (schon) wieder zu verlassen, da ich insgesamt gerechnet nicht so lange dort war (es kam ja dann das Virus dazwischen und ich habe einen Großteil meiner „Salzburger Zeit“ im Homeoffice verbracht) und es mir so vor kam, als ob es noch nicht so weit für einen Abschluss wäre. Ich habe aber mittlerweile einen sehr guten Kompromiss gefunden zwischen Innsbruck und Salzburg. Zum einen fahre ich noch einmal im Monat für Saxophon- und Klavierunterricht nach Salzburg und zum anderen bin ich noch in einige Projekte mit ehemaligen Arbeitskolleg*innen in Salzburg involviert, sodass ich meine Salzburger Zelte noch nicht vollständig abrechen muss(te).

Salzburg von einer seiner schönsten Seiten…

Was habe ich (über mich) gelernt?
Im Jahr 2021 habe ich gelernt, dass ich nicht immer 1000% geben muss, sondern dass manchmal auch weniger reicht. Harte Arbeit und Disziplin werden zwar belohnt, aber es muss nicht immer alles „perfekt“ sein. Oder besser gesagt: Es KANN nicht immer alles perfekt sein. Dieser Gedanke stellt auch gleichzeitig einen meiner Vorsätze für das neue Jahr dar, getreu nach dem Motto: „You’re never going to be at your best every single day but the version of you that shows up anyway is more than good enough“.

Welche Ereignisse waren besonders eindrücklich für mich?
Hierunter fallen eigentlich alle Herausforderungen, die ich dieses Jahr meistern musste, also der Abschluss meines Doktorats im April, die neue Stelle in Innsbruck und das damit verbundene (Wieder-)Einleben in das alte neue Umfeld. Besonders eindrücklich für mich war auch die Promotionsfeier in Salzburg im November, die noch die „Krönung“ meines Doktorats und das Ankommen in der Post-Doc-Phase darstellte. Nun fühle ich mich „angekommen“ in der Wissenschaftswelt und freue mich, auch im neuen Jahr 2022 Wissenschaft zu betreiben und mich dabei in neue Gebiete und Forschungsthemen einzuarbeiten.
Ein weiteres eindrückliches Ereignis war, dass ich den Award of Excellence vom österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung in der Höhe von 3.000 Euro im Dezember erhalten habe. Leider kam es coronabedingt zu keiner feierlichen Übergabe des Preises; ich hätte es wirklich schön gefunden, nach Wien zu der Feier zu fahren und dort den Award überreicht zu kriegen…
Und nicht zu vergessen und das wohl wichtigste Ereignis dieses Jahr (auch wenn es nichts mit Arbeit, Uni und Wissenschaft zu tun hat): meine Hochzeit im Juni! 🙂

Welche Personen haben mir besonders viel Inspiration gegeben?
Viel Inspiration dieses Jahr hat mir Hartmut Stöckl, Professor am Fachbereich Anglistik und Amerikanistik an der Uni Salzburg, gegeben. Mit ihm gemeinsam habe ich erst vor kurzer Zeit einen Aufsatz zu multimodalen Instruktionen in Orchesterproben auf Multimodal Communication veröffentlicht und ich muss sagen, ich war schon von Beginn unserer Zusammenarbeit an seiner Forschung zu Werbung, Medienlinguistik und Verknüpfung von Sprache und Bild in Werbetexten interessiert. In letzter Zeit habe ich ziemlich viel von ihm zu diesen Schwerpunkten gelesen, da ich mich in meiner Habilitation auch mit Werbung, Werbesprache und Werbekommunikation unter multimodalen Gesichtspunkten auseinandersetzen möchte. In welche Richtung von Werbung (also Produktwerbung, Automobilwerbung, Tourismuswerbung usw.) es gehen soll, werde ich in einem kommenden Blogbeitrag ausführlicher beschreiben… also: stay tuned! 😉
Inspiriert haben mich in diesem Jahr außerdem Richard Precht und Markus Lanz mit ihrem Podcast „LANZ&PRECHT“, der einmal pro Woche erscheint und in dem sie sich mit gesellschaftlich und politisch relevanten Themen unserer Zeit beschäftigen. Der Podcast regt zum Nachdenken und auch zum Nachlesen über bestimmte Themen an, er bildet weiter und zeigt, wie man durch eine intensive Auseinandersetzung mit Inhalten, Theorien und Büchern den eigenen Wissenshorizont und das eigene kritische Denken erweitern/trainieren kann. Den Podcast gibt es erst seit September diesen Jahres und ich freue mich jetzt schon jede Woche auf sein Erscheinen. Ein für mich sehr inspirierender und informativer Podcast, den ich nicht mehr missen möchte und den ich auch nur jedem/jeder weiterempfehlen kann.

Was nehme ich mit ins neue Jahr an Gesprächen, Versprechen und anderen Vorhaben?
Mitnehmen ins neue Jahr werde ich sicherlich meine Dissertation, die nun zur Publikation steht. Im November und Dezember war ich fast ausschließlich mit der Überarbeitung des Manuskripts beschäftigt, das ich nun beim Verlag eingereicht habe. Im Januar werde ich einen Antrag auf Druckkostenförderung stellen und ich hoffe, dass ich im nächsten Jahr dann auch schon meine publizierte Dissertation in den Händen halten kann.
Ein weiteres Vorhaben, das ich von 2021 mit in das Jahr 2022 nehmen werde, ist meine Habilitation. Bis jetzt bestand die Beschäftigung mit der Habil größtenteils nur darin, mich einzulesen; im kommenden Jahr möchte ich an einem Corpus arbeiten, weiterhin viel lesen und auch schon mit dem Schreiben beginnen (#settingbiggoals).
An Gesprächen möchte ich den immer noch regen Austausch mit Hartmut Stöckl zu Multimodalität mit in das neue Jahr nehmen und auch den Austausch mit einer Doktoratsstudentin an der Katholischen Universität Leuven zu Orchesterproben. Es wird auch so sein, dass mich meine Orchesterproben noch nicht so schnell loslassen werden, aber dazu kann ich vielleicht in nächster Zeit noch etwas Genaueres sagen…
Und was ich auch noch mitnehmen möchte, ist meine (Arbeits-)Motivation. Zwar bin ich nicht jeden Tag gleich motiviert, aber ich habe schon in einem meiner neueren Blogbeiträge darüber geschrieben, wie viel Spaß und Freude mir meine Arbeit bereitet – auch wenn ich die meiste Zeit dafür in meinem stillen Kämmerlein sitze, mich durch unendlich viele Bücher und Aufsätze wälze und neue Texte produziere… 😉

Was möchte ich im alten Jahr lassen?
Das, was ich im neuen Jahr weniger brauche, sind die zahlreichen online-Veranstaltungen. Ich wünsche mir, im neuen Jahr wieder mehr reisen und mich en direct mit anderen Forscher*innen austauschen zu können. Auch wenn man sich nur mit einem Mausklick zu einer online-Konferenz oder zu einem online-Vortrag dazuklicken kann, hat es doch einen ganz anderen Charme, zu einer Konferenz oder zu einer Tagung hinzufahren und vor Ort alles miterleben zu können. Mal schauen, welche Möglichkeiten sich dahingehend im neuen Jahr eröffnen (#daumensindgedrückt)…

Zum Schluss noch ein Gedanke zum Start in das neue Jahr: „Enjoy the space between where you are and where you are going.“

In diesem Sinne wünsche ich allen meinen Leserinnen und Lesern alles Gute für das neue Jahr 2022!
mm

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