Das war Essen!

…wie versprochen berichte ich in diesem Blogbeitrag über meine Zeit in Essen, über die Ergebnisse der Datensitzung zum Thema Vorsingen in der Orchesterprobe und auch über den einen oder anderen kulinarischen Leckerbissen, den man in Essen nicht verpassen sollte… 😉

Aber  beginnen wir von vorne… Es war heiß in Essen, sogar sehr, sehr heiß. In meinem Hotelzimmer gab es keine Klimaanlage und auch an der Uni mussten wir uns in dem Seminarraum, in dem unsere Datensitzungen stattfanden, nur notdürftig mit einem Ventilator aushelfen. Der Hitze zum Trotz arbeiteten wir intensiv mit und an unseren Videodaten und kamen zu wichtigen, neuen und interessanten Erkenntnissen, von denen ich einige nun ein wenig genauer ausführen möchte.

In meinem letzten Beitrag (Time for a new adventure…) und auch in dem Beitrag über das Singen in der Orchesterprobe („Even shorter, ti ta ta ta ta to to to, ja?“) habe ich über den Unterschied zwischen Vor- und Nachsingen gesprochen. Der Dirigent oder die Dirigentin kann in einer Probe das, was die Musiker/innen gespielt haben, nachsingen oder aber auch eine Version vorsingen, die neu ist bzw. einen Kontrast zum soeben Gespielten aufzeigt. In unserer Datensitzung in Essen haben wir noch einen weiteren Singtyp entdeckt, nämlich das Mitsingen. Einige der Dirigenten meines Corpus singen simultan zur Darbietung der Musiker/innen mit und versuchen so die Musik in eine bestimmte Richtung zu lenken. Dieses Mitsingen kann mit verbalen Instruktionen verglichen werden, die die Dirigierenden während des Spiels der Musiker/innen immer wieder einwerfen bzw. in den Raum rufen. Ziel ist es, dass die Musiker/innen unmittelbar auf die Anweisungen des Dirigenten/der Dirigentin reagieren und die gewünschte Spielweise oder Interpretation sofort musikalisch umsetzen.

Außerdem fiel uns während der Datensitzung auf, dass sich die Dirigierenden in ihrem Singen auf unterschiedliche Aspekte fokussieren können. Zum einen gehen sie auf technische Aspekte ein, zum anderen verarbeiten sie auch artikulatorische, dynamische oder interpretatorische Eigenheiten der Musik. Hinzu kommt, dass es Videoabschnitte gibt, in denen die Dirigierenden mit einem Aspekt starten, z.B. einem artikulatorischen und dann noch weitere Instruktionen anfügen, die die Dynamik oder die Interpretation betreffen. Das Vor- und Nachsingen verleitet die Dirigierenden in diesem Sinne zu weiteren Instruktionen, die sich übereinander lagern, aber immer auf die ein- und dieselbe Stelle in den Noten bezogen sind. In einem Wechsel zwischen vorgesungenen Passagen und nachgespielten Passi der Musiker/innen wird die Stelle so lange geprobt, bis sie in den Ohren des Dirigenten soweit gut klingt.

Die Frage, die sich für mich in diesem Zusammenhang stellt und an der ich auch in nächster Zeit arbeiten werde, ist, welche Aspekte die Dirigierenden in ihrem Singen eher behandeln: technische, artikulatorische, dynamische oder interpretatorische? Ich werde also versuchen, eine Art Statistik aufzustellen, in der ich die Häufigkeit der einzelnen Aspekte eintrage und dann auch feststellen kann, wo sich Gemeinsamkeiten und Unterschiede hinsichtlich der verschiedenen Dirigierenden in meinen Videodaten ergeben. Ich werde auf die Ergebnisse dieser Statistik – sobald ich sie erarbeitet haben werde – in einem meiner künftigen Blogbeiträge noch eingehen.

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Zum Schluss nun aber noch etwas zu meinen Erfahrungen mit dem Essen in Essen… 🙂 Empfehlenswert wäre zum einen das Restaurant Seitenblick, das sich mitten in Essen befindet und zu Fuß vom Bahnhof in 5-10 Minuten erreichbar ist. Ich habe dort zum ersten Mal in meinem Leben ein Wassermelonensteak gegessen…

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…sieht nicht nur gut aus, sondern schmeckt auch sehr gut, wenn auch ein bisschen nach Fleischgrillgewürz. Das Restaurant bietet einige nicht alltägliche Gerichte an, wie z.B. vegane Aufstriche – die ebenfalls weiterzuempfehlen sind – oder die Stulle ohne Stulle, die Preise sind aber auch dementsprechend etwas höher als normal. Ein weiteres Manko: die lange Wartezeit auf das Essen, obwohl im gesamten Restaurant nur einige wenige Tische besetzt waren…

Sehr nahe legen kann ich außerdem die Mensa an der Uni in Essen. Man kann als Gast dort ganz einfach und kostengünstig zu Mittag essen, es gibt auch vegetarische und vegane Gerichte und der Geschmack des Essens steht einem Restaurant in keinster Weise nach. Ich bin eigentlich nicht der Fan von Mensen, aber diese Uni-Mensa hat mich überzeugt: Sie besticht nicht nur des Angebotes und des Geschmackes wegen, sondern auch durch ihre Konzeption und das ansprechende Design. Also: Zum Essen in Essen nicht die Mensa an der Uni vergessen! 🙂

mm

P.S.: Hier noch ein paar weitere Eindrücke zu Essen…

 

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